Gibt euch ah
Kam von draußen, Streit mit den Jungs, Kopf voll Wut,
Zu viel Lärm in mei’m Herz, Bruder, nix war gut.
Mach die Tür auf – Vater sitzt still, kein Ton,
Sein Blick sagt alles, mir zieht’s den Boden unterm Thron.
Er sagt: „Sie ist fort, Sohn, ein Unfall, vorbei,“
Und in dem Moment bricht mein Himmel entzwei.
Ich konnt nicht atmen, wollt schreien, wollt geh’n,
Doch blieb wie versteinert, konnt nix mehr seh’n.
Wir wollt’n heiraten, an meinem Tag,
Mein Geburtstag, Bruder – das war unser Plan.
Ihr Kleid hing bereit, ihr Lächeln war echt,
Doch das Leben schreibt Filme, Bruder, keiner gerecht.
6. August, und ich fühl mich leer,
Ich hoff, du siehst mich von oben her.
Wir wollt’n uns lieben, bis nichts mehr bleibt,
Doch das Schicksal hat uns entgleist.
Seitdem nur Schatten, Bruder, kein Schlaf,
Ich fall in Psychosen, jeder Tag wird Grab.
Therapie, Tabletten – doch nix heilt den Schmerz,
Jede Pille nur’n Stich in ein offnes Herz.
Ich red mit ihr nachts, so im Stillen im Raum,
Hoff, dass sie mich hört in dem Himmelstraum.
Ich seh sie im Wind, in den Straßen bei Nacht,
Ihr Geist bleibt da, wo die Seele erwacht.
Ihr Platz bleibt leer, der Ring bleibt hier,
Ihr Kleid hängt noch – ich schwör, es friert.
Wir wollt’n tanzen, lachen, leben,
Jetzt lern ich nur, mit Leere zu reden.
6. August, und ich fühl mich leer,
Ich hoff, du siehst mich von oben her.
Wir wollt’n uns lieben, bis nichts mehr bleibt,
Doch das Schicksal hat uns entgleist.