Jeder Morgen fühlt sich an wie gestern, ungekannt,
steh auf, doch mein Herz bleibt irgendwo zurückgelassen.
Die Zimmer zu groß, die Zeit viel zu still,
drei kleine Stimmen fehlen hier – und ich halt das kaum aus, wenn ich will.
Fotos im Handy, ich scroll mich zurück,
zu Momenten, in denen ich ganz bei mir war – und bei euch, Stück für Stück.
Ich zähl die Tage nicht, ich zähl die Nächte ohne Schlaf,
weil Vermissen weh tut, wenn man liebt – und nichts dagegen darf.
Ich trag euch jeden Tag bei mir, egal wie weit ihr seid,
ihr seid mein Zuhause, auch in dieser Zeit.
Ich bin gefallen, tiefer als gedacht,
hab den Boden geküsst in der dunkelsten Nacht.
Zwischen Schuld und Fragen, die keiner mir nimmt,
hab ich fast vergessen, wer ich eigentlich bin.
Und dann war da jemand, der einfach blieb,
nicht, weil sie musste – sondern weil sie mich sieht.
Seit Jahrzehnten ein Teil von meinem Weg,
zu viel erlebt, um so zu tun, als wär da nichts gewesen.
Kein Retter, kein Plan, kein „Alles wird gut“,
nur ein ehrliches Dasein, wenn mir alles entglut.
Du kanntest meine Schatten, hast sie nicht verjagt,
hast meine Tränen ausgehalten – Nacht für Nacht.
Du hast mich gehalten, ohne mich festzuhalten,
mir gezeigt, dass selbst zerbrochene Menschen noch strahlen.
Ich bin gefallen, tiefer als gedacht,
hab den Boden geküsst in der dunkelsten Nacht.
Doch jemand blieb, als alles zerbrach,
und hat an mich geglaubt, selbst als ich’s nicht mehr tat.
Du weißt, wie ihre Namen klingen,
weißt, wie sehr sie mir fehlen, ohne dass ich’s erklären muss.
Du hast mich gesehen, wenn ich leise wurde,
weil Väter stark sein sollen – und trotzdem zerbrechen dürfen.
Du hast nie gefragt, warum ich noch hoffe,
sondern warum ich aufhören sollte.
Und vielleicht steh ich heute noch hier,
weil jemand an mich geglaubt hat – und an das Gute in mir.
Ich bin gefallen, ja, und es tat verdammt weh,
doch ich steh wieder auf, auch wenn ich nicht alles versteh.
Ich geh weiter für sie, auch wenn sie grad nicht bei mir sind,
denn Liebe verliert sich nicht – auch nicht durch Abstand und Zeit.
Und falls ich irgendwann wieder ganz heil bin,
dann, weil ich nicht alleine war – mittendrin.
Ich bin noch hier.
Und das ist kein Zufall.