Hallo da draußen, hört mein Wort.
Ich bin Marc aus Bernau bei Berlin.
Elf Jahre liegt mein Leben still,
Gefesselt vom M E C F S, so kalt und schrill.
Geblendet von Licht, umhüllt von keinem Ton,
Im abgedunkelten Raum bin ich schon.
Mit Augenmaske und Gehörschutz ganz allein —
Kein Sonnenstrahl, kein Laut, keine Wahl.
Ich bin einundfünzig Jahre jung. Nie hätt’ ich mir vorgestellt so im Schmerz zu schweben.
So traurig die Forschung fehlt, kein offener Raum,
Kein Rettungsanker, kein heller Traum.
Die Alternative bleibt mir nur der Tod,
Denn Hoffnung verklingt in tiefster Not.
Ich möchte Lachen, ins Grüne gehen, Frische Duft wahrnehmen.
Doch bleibe ich herein gezwängt, erdolcht ohne Luft in einem dunklen Raum.
Ich wünsche den Nachfolgenden Licht—
Dass man M E C F S anerkennt, Gesicht für Gesicht.
Nicht Psycho, nicht Unsinn, doch eine echte Krankheit,
Die man heilt mit Wissen, nicht mit Trägheit.
Hätte ich die Wahl zwischen M E C F S und Krankheit anderer Arten,
Ich träfe sie sofort—egal wo.
Denn M E C F S raubt Leben, mehr als die meisten andern,
Die Lebenszeit verkürzt – kein Segen.
Politiker gebt Gelder frei!
Wir sterben nicht gern, wir wollen sein, frei.
Wieder Freunde sehen, Wald und Licht—
Doch dafür fehlt uns Kraft—selbst ein kleiner Schritt.
Legt euch für zwei Tage ins Dunkel – ganz allein,
Mit Maske und Gehörschutz auf, kein Laut, kein Schein.
Bleibt liegen, gebt die Hoffnung nicht preis—
Dann würdet ihr es fühlen, diesen Teufelskreis.
Ich wünsche niemandem dieses Leben so schwer,
Das Licht erlischt—es bleibt nichts mehr.
Politiker, fühlt, was wir fühlen—
Nur so wird Forschung kommen, und wir Heilung spüren.