Ich wuchs auf, wo Lachen selten war
Wo Türen knallten, nicht wegen Wind, sondern Gefahr
Kind sein hieß stark sein, viel zu früh
Kein Schutz, nur Gründe, warum ich flieh
Zimmer kalt, Worte härter als Stein
Liebe kam selten, meistens nur schein
Ich lernte schweigen, bevor ich sprach
Weil jedes Wort früher Ärger brachte, jeden Tag
Ich trag die Bilder noch hinter der Stirn
Nächte voll Lärm, Tage voll Irrewerden im Hirn
Man sagt: „Vergiss“, doch so läuft das nicht
Was dich bricht, bleibt Teil von dir – Gewicht
Ich bin nicht sauber im Kopf, ich geb’s zu
Zu viele Risse, doch ich steh noch dazu
Wenn ich lächle, ist es oft nur Tarnung
Innen Chaos, außen Warnung
Ich hab gelernt, mir selbst zu misstrau’n
Weil die, die bleiben sollten, einfach abgehau’n
Versprechen klangen wie ein schlechter Witz
Denn am Ende war ich wieder allein im Sitz
Schule war Flucht, doch kein Zuhause
Kopf voll Sturm, keine Pause
Andere Kinder spielten ihr Spiel
Ich spielte Überleben, Tag für Tag, viel zu viel
Ich bin nicht kaputt, ich bin geformt
Aus Schmerz, der sich immer noch lohnt
Weil er mich zwingt, ehrlich zu sein
Auch wenn das heißt, ich bin nicht fein
Man nennt mich schwierig, nennt mich kalt
Doch keiner fragt, wie alt ich war, als alles knallt
Als ich lernte, Gefühle zu sperren
Weil sie sonst drohten, mich zu entfernen
Ich trag Wut, ich trag Schuld
Auch wenn ich weiß, es war nicht meine Huld
Doch Kinder denken, alles ist ihr Fehler
Und dieser Gedanke wird später schwerer
Ich bin krank im Kopf, sagen sie leise
Doch keiner kennt meine Reise
Vielleicht bin ich nur verletzt geblieben
Und hab gelernt, mit Narben zu leben
Heute steh ich hier, immer noch da
Nicht geheilt, aber real, das ist wahr
Meine Kindheit war dreckig, war hart, war leer
Doch sie hat mir gezeigt, ich überleb mehr
Ich schreib das nicht für Mitleid oder Ruhm
Ich schreib, weil Schweigen mich fast verschluckt im Raum
Wenn du dich wiedererkennst, bist du nicht allein
Man kann kaputt starten und trotzdem echt sein