[Intro – kalter Wind, ferne Hörner]
Asche fällt auf Marmoradern
Einer Welt, die sich ewig nannte
Die Säulen flüstern tote Namen
Und Götter… antworten nicht
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[Strophe I]
Adler faulen an zerrissnen Standarten
Gold zerfließt in Blut und Rost
Legionen marschieren durch Geisterstädte
Treten Knochen, längst zu Staub zerstoßt
Der Senat betet hohl und leer
Zu Götzen ohne Angesicht
Tausend Jahre—nur noch Glut
Erstickt im eigenen Licht
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[Pre-Chorus]
Hörst du es—
Das Brechen im Rückgrat der Zeit?
Ein Reich aus Eroberung geboren
Frisst sich selbst in Ewigkeit
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[Chorus]
ROMA CADIT
Das eiserne Herz implodiert im Schweigen
ROMA CADIT
Die Krone verglüht im inneren Brand
ROMA CADIT
Kein Erbe bleibt, kein Blut wird tragen
Nur Schatten… auf verbranntem Land
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[Strophe II – historisch verankert]
Im Jahr des Untergangs—vierhundertzehn
Zerbricht die ewige Stadt im Staub
Alaric I führt die Schatten durch die Tore
Nicht als Dämon—nur als Raub
Kein Blitz vom Himmel, kein göttlich Gericht
Nur Hunger, Stahl und kalte Hand
Die Mauern fallen nicht durch Stärke
Sondern durch das, was innen verbrannt
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[Pre-Chorus]
Kein Stein hält stand
Wenn Fäulnis in den Adern wohnt
Kein Schwert besiegt
Was längst im Innern tot
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[Chorus]
ROMA CADIT
Der Marmor bricht in stumme Schreie
ROMA CADIT
Die Geier krönen fremde Macht
ROMA CADIT
Ein Zeitalter stirbt im eigenen Leibe
Und wird von Dunkelheit bewacht
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[Bridge – nihilistisch, langsam]
Wo sind deine Götter, Rom?
Begraben unter deinen Straßen
Wo sind deine Kaiser?
Gefressen von der Zeit
Die Zeit—der einzige Eroberer
Ohne Schwert, ohne Gesicht
Kein Reich ist ewig
Nur der Zerfall… vergisst dich nicht
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[Breakdown – chaotisch, dissonant]
Verbrennt die Chroniken—
Lasst Erinnerung sterben
Zerschlagt die Lüge von Ewigkeit
Lasst alles… verderben
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[Final Chorus – absolute Leere]
ROMA CADIT
Kein Phönix steigt aus diesem Kadaver
ROMA CADIT
Kein Morgen folgt auf diese Nacht
ROMA CADIT
Nur Stille herrscht über den Trümmern
Wo einst die Welt erzitternd wacht
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[Outro – Wind, völlige Leere]
Die Straßen bestehen… doch führen ins Nichts
Die Steine bleiben… doch tragen keinen Namen
Und dort, wo Rom einst donnerte
Herrscht nun—
Nichts.