Zehn kleine Spießerlein
(Intro)
[Polizeisirene im Hintergrund – Ein genervtes "HALTS MAUL!" – Knallharter Drum-Fill – Rasante Akkordfolge]
(Part 1)
Zehn kleine Spießerlein, die wollten Ordnung sehen, einer rief die Polizei, da waren’s nur noch neun. Neun kleine Spießerlein, die haben dumm gelacht, einer hat die Tür blockiert, da waren’s nur noch acht. Acht kleine Spießerlein, die fanden Punk nicht nett, einer fiel vor Schreck direkt aus seinem Doppelbett. Sieben kleine Spießerlein, die schrieben einen Brief, einer hat sich totgeärgert, weil die Zeile schief. Sechs kleine Spießerlein, die gingen vor Gericht, einer sah die Wahrheit nicht, da verlor er sein Gesicht. Wir zählen runter, bis keiner mehr steht, weil die Welt sich auch ohne ihre Regeln dreht. Wer braucht schon Zäune und akkuraten Rasen, wenn wir stattdessen lieber in die Freiheit rasen?
(Part 2)
Fünf kleine Spießerlein, die tranken ihren Tee, einer sah ein buntes Haar, da tat ihm alles weh. Vier kleine Spießerlein, die wollten Ruhe haben, einer hat vor lauter Wut sich selbst im Garten vergraben. Drei kleine Spießerlein, die hielten streng die Wacht, einer hat vor lauter Neid sich selbst umgebracht. Zwei kleine Spießerlein, die waren ganz allein, einer wurde schließlich Punk, da war’s nur noch ein Spießerlein. Das letzte kleine Spießerlein, das wurde schließlich klug, es warf die Krawatte weg und stieg in den Punker-Zug. Jetzt sind sie alle weg und der Weg ist endlich frei, für ein bisschen Chaos und eine ordentliche Schlägerei. Die Moral von der Geschichte ist doch sonnenklar: Spießer sein ist scheiße, das war schon immer wahr!
(Part 3)
Wir tanzen auf den Trümmern ihrer kleinen Welt, weil uns dieser Wahnsinn hier viel besser gefällt. Keine Tabus und keine Grenzen mehr, das Atmen fällt uns plötzlich gar nicht mehr so schwer. Zehn kleine Spießerlein sind heute ausgegangen, und wir haben endlich wieder richtig angefangen. Wir feiern die Freiheit, wir feiern den Krach, und wir setzen den Ernst des Lebens jetzt schachmatt. Ein Hoch auf die Chaoten und die Spinner im Land, wir reichen uns allen die tätowierte Hand. Das ist das Ende der Geschichte, das ist der Schluss, weil man als freier Mensch eben gar nichts müssen muss!
(Outro)
[Vollgas-Tempo – Drei finale Akkorde – Das Geräusch einer zuschlagenden Mülltonne – "NÄCHSTER!"]