[Strophe 1]
Schlaf, mein Kind, mach deine Äuglein zu,
Der Tod hat auch heut keine Ruh.
Er sitzt im Schrank, ganz still und stumm,
Er wartet, bis du schläfst – wie dumm.
Dein Teddy blinzelt jetzt im Takt,
Hat heut mit Mama schon gepackt.
Ein Flug ins Reich aus Knochenstaub –
Denn wer hier bleibt, der träumt zu laut.
[Refrain]
Gute Nacht, du kleines Ding,
Träum vom Fall mit Flederlings-Schwing.
Wenn du’s schaffst, leb durch die Nacht –
Doch wer zuckt, wird aufgemacht.
Gute Nacht, die Uhr tickt Blut,
Jede Stunde schneidet Wut.
Gute Nacht, ganz leis und fein –
Und morgen wirst du nie mehr sein.
[Strophe 2]
Der Mann im Flur mit schwarzem Hut,
Der zählt die Kinder – gut, sehr gut.
Ein Schritt, ein Blick, ein dunkles Lied –
Bis deine Angst ins Kissen zieht.
Die Wand bewegt sich, langsam, krumm,
Was ist ein Albtraum? Wer weiß das schon.
Mama hat gesagt: "Hab keine Angst."
Doch sie flüstert’s jetzt… aus der Wand.
[Refrain]
Gute Nacht, du kleines Ding,
Schlaf mit Angst im Herz wie King.
Wer die Augen offen hält,
Wird gegrüßt vom Unterwelt.
Gute Nacht, der Tag war brav,
Doch die Nacht, die frisst im Schlaf.
Gute Nacht, halt still dein Bein –
Denn sonst kommt er nicht allein.
[Bridge – Flüsterstimme]
Sag „Adieu“ zu deinem Spiel,
Der Sandmann kommt mit Skalpell-Stil.
Er nimmt dir, was du brauchst zum Traum –
Und malt mit dir den Höllenbaum.
[Letzter Refrain – langsamer, bedrohlich]
Gute Nacht, du kleines Ding,
Leg dich hin, es ist kein Ding.
Atme leise, stirb ganz sacht –
Denn der Mond lacht heut bei Nacht.
Gute Nacht, vergiss das Licht –
Denn wer’s sucht, der findet nichts.
Gute Nacht… ganz tief hinein –
In dein allerletztes Sein.