Ich hör dich in den Zeilen,
die du nie laut gesagt hast,
in jedem Satz, der so tut,
als hätt er längst abgeschlossen.
Du glaubst, ich wär gegangen,
weil ich gehen wollte –
aber manchmal ist Gehen nur
die einzige Sprache,
die noch nicht ganz zerbricht.
Du sagst, da war Liebe,
nur zu viel Lärm dazwischen,
zu viele Ecken, an denen
wir uns selbst verloren haben.
Und ja… ich hab auch Narben,
die deinen Namen kennen,
die nachts noch kurz brennen,
wenn ich so tue, als wär’s vorbei.
Ich seh dich auch in Momenten,
die nichts mit dir zu tun haben sollten –
und hasse mich ein bisschen dafür,
dass mein Herz dich nicht vergisst,
selbst wenn mein Kopf es längst versucht.
Aber weißt du, was ich nie sage?
Dass Vermissen nicht immer ein Zeichen ist,
dass man zurück soll –
manchmal ist es nur das Echo
von etwas, das echt war.
Du glaubst, ich halte noch fest,
und vielleicht stimmt das irgendwo,
aber nicht an „uns“,
sondern an dem,
was wir fast geworden wären.
Denn ich liebe dich nicht weniger,
nur weil ich gehe –
ich liebe dich leiser,
damit es mich nicht zerreißt.
Und vielleicht hast du recht:
Vielleicht waren wir Zuhause füreinander.
Aber selbst Häuser bleiben nicht stehen,
wenn das Fundament
aus Angst gebaut ist.
Ich hab dich nicht vergessen.
Ich hab nur gelernt,
dass Liebe allein
manchmal kein Ort ist,
an dem man bleiben kann.
Und wenn wir uns wiedersehen –
und du suchst diesen Blick,
der dich festhält wie früher –
dann wird er da sein…
aber vielleicht
zum ersten Mal
ohne zu bitten,
dass du bleibst.
Nicht weil es vorbei ist.
Sondern weil wir gelernt haben,
dass manche Geschichten
nur weiterleben,
wenn man sie nicht festhält.
Und trotzdem…
ein Teil von mir
wird dich immer kennen
wie den einzigen Fehler,
der sich jemals richtig angefühlt hat.