Die Welt auf der Schaufel
(Strophe 1)
Wir zeichnen keine Pfeile auf leere Karten,
Wir zählen keine Züge in warmen Stäben.
In unseren Kompanien riecht es nach Eisen und Schießpulver,
Auf unseren Gesichtern nach Salz, in unseren Zähnen nach Granatsplittern.
Du sagst: „Artillerie, Feuer!“, du sagst: „Panzer, vorwärts!“
Doch wenn der Lärm verstummt und der schwarze Rauch sich legt,
Bissen sich nur die Infanterie in Erde und Fleisch,
Allein mit dem Feind, ob lebendig oder tot.
(Refrain)
Böse und unzerstörbar, wild und verbissen,
Wir tragen diese Welt auf unseren Schaufeln!
Wir verachten Schwäche, glauben keinen Worten,
Wir sind die Infanterie, die über verbrannte Felder zieht!
Respekt kann man nicht kaufen, er wird nicht auf Befehl gewährt,
Nur Schmutz unter den Fingernägeln und Staub – das ist unser Ikonostas!
(Strophe 2)
Bachmut hat uns geschmolzen, Kupjansk hat uns mit Regen ausgewaschen,
Im Sriblyansky-Wald schrien die Bäume vor Schmerz.
Ich sah durch das Triplexglas, wie der Himmel über uns brannte,
Wie sich die Fallschirmjäger durch den eisernen Nebel in Reihen aufstellten.
Wenn der Lauf klemmt und der BMP vor Husten erstickt,
Werfen wir die Panzerhaube ab und springen auf das schwarze Feld.
Hier gibt es keine „Fremden“, hier wird derjenige zum Wichtigsten,
Der mit dir die letzte heiße Salve teilt.
Maschinengewehrschütze, Richtschütze, Schütze... hier verschwinden die Dienstgrade.
Nur das Dröhnen des Motors und das Klicken des Verschlusses.
Wir sind die rostigen Zahnräder dieses wahnsinnigen Krieges,
Wir sind die Mauer, die keine Schande kennt.
(Refrain)
Böse und unzerstörbar, wild und verbissen,
Wir sind diejenigen, die diese Welt auf ihren Schultern tragen!
Wir verachten Schwäche, glauben keinen Worten,
Wir sind die Infanterie, die über verbrannte Felder marschiert!
(Finale)
Wenn das Metall verstummt und der Rauch sich verzieht,
Wischen wir einfach unsere Bajonette ab und rauchen eine für alle.
Wir sind die Infanterie. Die letzte Bastion im Leben.
Wir halten die Welt. Auf der Schaufel. Für immer!