[Intro]
Ich wurde ins Dunkel gestoßen, bevor ich wusste, was Licht ist.
Keine Vorwarnung, keine sanften Worte – einfach weg.
Liebe war nur eine Theorie, die ich aus der Ferne sah,
und Stille wurde zu meinem einzigen Lied.
[Verse 1]
Sie sagten mir, ich soll mich fügen, still sein, reinpassen,
also füllten sie mich mit Pillen, bis mein Feuer nur noch Werkzeug war.
Mit sieben kam die erste Tablette –
und ich sah zu, wie ich langsam zerbrach.
Sie nannten es ADHS,
doch niemand fragte je, was in mir war.
[Verse 2]
Mit neun gab meine Mutter mich ab –
kein Streit, kein Wort, nur ein kalter Blick.
Andere Mütter drohen mit dem Heim –
meine hat’s einfach getan.
Sie sagte, sie hatte keine Wahl.
Doch das war eine Lüge – sie hatte nur Angst, sich selbst zu sehen.
[Verse 3]
Im Heim war ich nur eine Akte.
Dosispläne, starre Regeln, taube Augen.
Zu viel, zu oft – als wär ich ein Problem, das man abschalten muss.
Ich schrie, doch niemand hörte.
Ich zerbrach, doch keiner sah.
[Verse 4]
Mein Vater – jahrelang belogen,
ferngehalten durch ihre Lügen.
Er wusste nie, wo ich war,
weil sie ihm nie die Wahrheit sagte.
Er hätte mich aufgenommen,
doch sie ließ es nie zu.
Ich dachte falsch von ihm –
doch jetzt seh ich klar.
Nicht er war es – sie war es.
Und dafür tut es mir leid.
[Bridge – Danke, Papa]
Du bist da – jetzt, wo du kannst.
Du bleibst – obwohl ich lange weg war.
Du bist mein Vorbild,
nicht weil du perfekt bist,
sondern weil du kämpfst – für mich.
Trotz allem.
Danke – von Herzen. Für immer.
[Chorus]
Ich bin kein Held, kein Vorbild.
Ich bin nicht perfekt, aber echt.
Missverstanden, übersehen –
doch ich stehe.
Ich bin hier.
Nicht für euch.
Nicht für Ruhm.
Nur, um ich zu sein.
[Outro]
Ich lebe auf Scherben, von Resten.
Doch ich bin da.
Und ich höre nicht auf.