[Intro]
[flüsternd] Dreizehn Jahre, zwei Leben
Viel zu klein für all den Schmerz
[Verse 1]
Sie sitzt im Bad, Kacheln grau
Kinderfoto an der Wand, gleiche Augen, nur zu blau
Kinderzimmer nebenan, ihr Kind schreit wieder
Sie presst die Stirn an die Tür, flucht leise, zählt die Fehler wie Lieder
Insta voll von falschem Glanz
doch ihr Hoodie riecht nach Krankenhaus und kaltem Angstschweiß
Freundinnen feiern, machen Pläne, Abi, Reisen
sie zählt nur Rechnungen, verpasste Nächte, brennende Kreise
[Pre-Chorus]
Sie sagt sich ständig „alles gut“
doch die Stimme klingt wie Lärm im Blut
Keiner sieht, wie sie im Flur zerbricht
Krankenkassenbriefe, Neonlicht
[Chorus]
Schwarze Augen, kalte Welt
Dreizehn Jahre, viel zu schnell
Baby schreit, ihr Kopf ist leer
Sie schreit nach Hilfe, doch es hört keiner mehr
Sie will nur weg aus diesem Film
greift nach dem Glas, das sie betäubt, macht sie still
Schwarze Augen, kalte Welt
sie rennt im Kreis, bis sie fällt
[Verse 2]
Er, der Vater, längst verschwunden
seine Nummer tot, wie all die schönen Stunden
Ihre Mutter sagt: „Du hast's versaut“
doch half nie, als sie geweint hat, nur geschaut
Erste Tablette war vom Arzt, gegen „Nervenzusammenbruch“
zweite von 'nem Typ im Park, flüsternd: „Das macht dich weich, macht dich ruhig genug“
Jetzt mischt sie Pulver in den Tee
Baby schläft, sie schwebt, doch innen schreit ein See
[Bridge]
[gescreamt] Ist das noch Leben
oder bloß überleben
Wer nimmt mir die Last
wer hält mich fest, wenn nichts mehr passt
[Chorus]
Schwarze Augen, kalte Welt
Dreizehn Jahre, viel zu schnell
Baby schreit, ihr Kopf ist leer
Sie schreit nach Hilfe, doch es hört keiner mehr
Sie will nur weg aus diesem Film
greift nach dem Glas, das sie betäubt, macht sie still
Schwarze Augen, kalte Welt
sie rennt im Kreis, bis sie fällt
[Outro]
[low vocal register] Zwei Schatten im Bett, sie und ihr Kind
Sie streckt die Hand aus, doch zittert im Wind
Flüstert: „Ich bleib, egal wie weh es tut“
und irgendwo ganz leise wird die Nacht kurz gut