Narben aus Glas :
(Intro)
Ich war da.
Jeden Tag.
Doch niemand hat mich je gesehen.
(Part 1)
Vier Wände, kalt – kein Ort für ein Kind,
Nur Regeln, Schweigen, und ein Sturm, der beginnt.
Toxisch das Blut, das durch Adern fließt,
Wenn Familie nicht liebt, sondern innerlich frißt.
Teller fliegen, Worte schneid’n wie Stahl,
Ich schrei nach Hilfe – doch keiner hört den Knall.
Verlassen am Tisch, doch du sitzt direkt da,
Dein Blick geht durch mich – ich bin unsichtbar.
Ich trag Narben aus Glas, man sieht sie nicht,
Doch jedes Lächeln ist nur falsches Licht.
Ich war da, doch niemand hat gefragt,
Was ein Kind fühlt, wenn es schweigend versagt.
Unsichtbar.
Verlassen im eigenen Blut.
Toxische Liebe – nie wieder gut.
(Part 2)
Du sagst, du liebst mich – mit geballter Faust,
Jede Umarmung ist nur graue Gewalt.
Sag, was bleibt, wenn Vertrauen zerbricht,
Und das eigene Zuhause vergisst dein Gesicht?
Ich war brav, ich war still, ich war klein,
Hab geschrien ohne Ton – wollte einfach nur sein.
Doch du sahst durch mich durch, wie durch Nebel und Rauch,
Gabst mir Wunden statt Wurzeln – das ist der Brauch?
Ich trag Narben aus Glas, man sieht sie nicht,
Doch jedes Lächeln ist nur falsches Licht.
Ich war da, doch niemand hat gefragt,
Was ein Kind fühlt, wenn es schweigend versagt.
Unsichtbar.
Verlassen im eigenen Blut.
Toxische Liebe – nie wieder gut.
Sie sagen: Familie ist das Wichtigste.
Ich sag: Familie war mein Käfig.
Sie sagen: “Verzeih.”
Ich sag: Ich hab überlebt.
(Erst ruhig, dann laut)
Ich trag Narben aus Glas, man sieht sie nicht…
Doch heute brech ich aus, zerreiß mein Gesicht.
Ich war unsichtbar – doch jetzt schrei ich laut:
Kein Kind verdient das – niemals, vertraut!
Ich geh raus.
Ich bin frei.
Und ich bleib nicht mehr klein