Leise im Wald — die Türen sind zu,
Roma verirrt sich nach Wuppertal — Verdammnis, im Nu.
Auf einem Ast sitzt ein Specht allein,
Er schaut auf Roma — lacht laut und lässt einen fahren: “Fein!”
Dort an dem Fluss — eine Ziege steht,
Roma greift ihren Schwanz — und nichts mehr geht.
Auf einer Lichtung — kein Lied erklingt,
Die Ziege schweigt — Roma schreit und sich verbindet.
Was soll mein Bruder jetzt noch singen?
(Ein Huf im Kopf — und alle Träume vergingen.)
Am Feuer sitzt ein großer Bär,
Er brüllt zu Roma: „Komm nicht näher!
Wenn du es tust — kommt großes Leid,
und keiner hilft in dieser Nacht, so weit!“
Auf einer Fichte — ein Eichhörnchen kreischt,
Pfeift und schreit: „Roma ist ein Held —
doch die Ziege schlägt — und jeder fällt!“
In dieser Mondnacht — niemand hilft,
kein Gott, kein Mensch — nur Schmerz und Stille…
Am Sumpf sitzt eine Hexe — im Schock,
Sie sieht auf Roma und flüstert: „Was für ein Bock!?
Bist du zufrieden? Hat es sich gelohnt?
Du hast die Ziege geärgert — und bist davongezogen.“
Drei Recken stehen still am Weg,
Sie sehen Roma — und lachen: „Was für ein Steg!“
Am Wasser sitzt der Wassermann,
Flüstert der Nixe: „Er ist verrückt — oh Mann…“
Neben dem Zelt — die Heiler, die Magier,
Sie retten Roma — doch lachen wie Tiere.
Die Schwester flüstert, zitternd, weich:
„Halt still — halt still — sonst wird es schlecht.
Roma, schrei nicht — atme nur — und halt das Band.“
Am Feuer brüllen alle Tiere:
„Roma — Legende! Roma — Heroischer Krieger!“
Was soll mein Bruder jetzt noch singen?
(Ein Huf im Kopf — und das Märchen ist zerschlagen.)