[Intro]
Tick, tick
Keiner hält das an
Wir rennen los
Doch kommen kaum hier an
[Verse 1]
Hab die Uhr am Arm, doch kein Gefühl im Tag
Gestern war noch Januar, heute schon wieder zagr
Alles rennt im Kreis, nur wir steh’n im Flur
Zwischen alten Plänen, kaltem Kaffee auf der Spur
Wieder eine Liste, wieder nix geschafft
Scrollen bis es dunkel wird, dann schlafen aus Erschöpfung, nicht aus Kraft
Freunde sagen: “Meld dich mal”
Ich denk an früher, aber schreib nur: “Grad keine Zeit, egal”
[Chorus]
Zeit, sie rennt an uns vorbei
Viel zu schnell für uns zwei
Wir sagen ständig: “Irgendwann”
Bis irgendwann einfach nie mehr kann
Zeit, sie zieht uns stille Kreise
Wird nicht langsamer auf halber Reise
Wenn wir nur reden, was mal wär
Stehen wir da, und niemand ist mehr hier
[Verse 2]
Mama fragt am Telefon, wie lang ich noch so mach
Ich sag: “Bis es sich lohnt”, doch was heißt das bei Tag für Tag?
Alte Fotos auf dem Handy, alle sahn so sicher aus
Heute nur Termine, die man schiebt wie Staub im Haus
Wir wollten Welt sehen, nicht nur Bildschirme im Nachtzug
Doch hängen fest in Deadlines, kalten Zimmern, Dauer-Jetlag im Brustkorb
Gestern wieder Traum von unserm ersten gemeinsamen Sommer
Bin aufgewacht, ein Jahr vorbei, der Kalender schreit nur “Komm mal klar”
[Chorus]
Zeit, sie rennt an uns vorbei
Viel zu schnell für uns zwei
Wir sagen ständig: “Irgendwann”
Bis irgendwann einfach nie mehr kann
Zeit, sie zieht uns stille Kreise
Wird nicht langsamer auf halber Reise
Wenn wir nur reden, was mal wär
Stehen wir da, und niemand ist mehr hier
[Bridge]
Was, wenn heute letzter Abend
Was, wenn keiner von uns’s ahnt
Würden wir noch Pläne schieben
Oder endlich einfach fahr’n
Was, wenn alt sein plötzlich morgen
Und nicht weit weg hinterm Licht
Würden wir noch Ausreden sammeln
Oder sagen: “Jetzt, nicht irgendwann, jetzt oder gar nicht” (jetzt, jetzt)
[Chorus]
Zeit, sie rennt an uns vorbei
Viel zu schnell für uns zwei
Wir sagen ständig: “Irgendwann”
Bis irgendwann einfach nie mehr kann
Zeit, sie zieht uns stille Kreise
Wird nicht langsamer auf halber Reise
Wenn wir nur leben “später, später”
Wachen wir auf, und das Später ist schon später als wir dachten, immer leerer