Der Alkohol tut gut, sagen sie leise,
wenn die Nacht wieder schreit und ich nichts mehr beweise.
Alle denken, mir geht’s gut, ich lach’ wie im Traum,
doch in mir drin wächst ein stiller, dunkler Raum.
Ich geh’ meinen Weg, doch ich geh’ ihn allein,
jede Stimme im Kopf sagt, ich soll stärker sein.
Doch die Schritte sind schwer und der Boden so kalt,
und ich kämpfe im Stillen, doch niemand hält Halt.
Der Alkohol tut gut, für einen Moment,
wenn die Welt um mich herum wieder brennt.
Er nimmt mir die Schwere, macht alles so still,
doch vergisst nie zu fragen, was ich wirklich will.
Ich sitze im Zimmer, die Wände so nah,
Gedanken wie Schatten, ich komm’ ihnen nicht klar.
Sie flüstern mir Dinge, die keiner je hört,
und ich frag’ mich, ob irgendwer wirklich dazugehört.
Alle denken, ich lache, ich wär’ sorgenfrei,
doch sie sehen nicht die Narben tief in mir drin dabei.
Ich trag’ meine Kämpfe wie ein unsichtbares Kleid,
und jede Sekunde wird zur endlosen Zeit.
Ich kämpfe alleine, schon viel zu lang,
hab’ gelernt zu schweigen statt lautem Gesang.
Denn wer will schon hören, wie zerbrochen ich bin,
also lächle ich weiter und spiele den Sinn.
Der Alkohol tut gut, wenn ich nichts mehr fühl’,
wenn die Leere mich frisst und ich mich selbst nicht mehr spür’.
Er macht mich vergessen, wer ich mal war,
doch am Morgen danach ist alles wieder da.
Die Flasche mein Spiegel, sie kennt mein Gesicht,
sieht durch meine Lügen und urteilt doch nicht.
Sie hält meine Hände, wenn niemand mehr bleibt,
während draußen die Welt mich leise vertreibt.
Ich geh’ durch die Straßen, doch keiner sieht mich,
nur ein Schatten im Licht, der sich selbst widerspricht.
Denn ich ruf’ nicht um Hilfe, ich halt’ alles fest,
weil man Schwäche hier draußen so selten zulässt.
Manchmal steh’ ich am Fenster und schau’ in die Nacht,
frag’ mich leise, wer über mich wacht.
Ob irgendwo jemand mein Schweigen versteht,
oder ob alles im Dunkeln vergeht.
Alle denken, mir geht’s gut, ich hab’ alles im Griff,
doch sie kennen nicht den Sturm tief in meinem Schiff.
Sie sehen nur die Oberfläche, ruhig und klar,
doch darunter tobt etwas, das unsichtbar war.
Der Alkohol tut gut, doch er lügt mich auch an,
gibt mir Frieden, den ich nie behalten kann.
Er flüstert mir Hoffnung, die schnell wieder vergeht,
wenn der Morgen erwacht und die Wahrheit entsteht.
Und ich steh’ wieder auf, allein gegen mich,
gegen Stimmen im Kopf, gegen das innere Stich.
Ich kämpfe im Stillen, so wie jeden Tag,
auch wenn keiner von außen es sehen mag.
Vielleicht hört mich irgendwann irgendwer schreien,
zwischen all diesen Zeilen, zwischen Schein und allein.
Denn ich bin mehr als das, was die anderen sehen,
auch wenn meine Dämonen nie ganz vergehen.
Der Alkohol tut gut… doch nicht wirklich genug,
um das Loch zu füllen, das ich in mir trug.
Und vielleicht gibt es mehr als nur diesen Fluchtweg,
auch wenn ich ihn jetzt noch nicht ganz versteh’.