

Prompt / Lyrics
Intro (Eine einsame Blues-Gitarre spielt ein klagendes Riff, dann setzt der Bass mit einem schweren, punktierten Reggae-Groove ein.) Strophe 1 Der Wecker schneidet scharf durch meinen Traum, Ich seh das Tageslicht, doch fühl es kaum. Der Kaffee schmeckt nach Asche und nach Eile, Auf dem Weg zur Schicht zählt jede Meile. Ich verkaufe meine Stunden für ein bisschen Papier, Doch die Zeit, die ich brauche, find ich niemals hier. Oh, ich laufe im Hamsterrad, rundherum im Kreis, Für den Wohlstand zahl ich einen viel zu hohen Preis. Ich baue Schlösser für die Welt, Stein auf Stein, Doch zu Hause bleibe ich ein seltener Gast allein. Ja, es ist Blues in meiner Seele, Reggae im Blut, Ich weiß tief im Herzen: Das tut uns nicht gut. Strophe 2 Meine Frau lächelt müde, wenn ich abends spät komm, Die Kinder sind gewachsen, ich hab’s kaum vernommen. „Papa, spielst du mit uns?“, hallt es durch den Flur, Doch ich seh auf mein Handy und die tickende Uhr. Ich hab den Terminplan voll, doch die Arme so leer, Das Atmen fällt mir heute so schrecklich schwer. Ich dachte immer, ich mach das alles für euch, Doch am Ende bin ich’s, der sich selbst belügt und täuscht. Was nützt der volle Kühlschrank, wenn das Feuer erfriert? Wenn man im Streben nach „Mehr“ das „Wir“ fast verliert? (Ein langes, gefühlvolles Solo, das die Sehnsucht und die Erschöpfung hörbar macht.) Strophe 3 Heute werf ich den Schlüssel in die Ecke vom Raum, Ich setz mich in den Garten, unter’n Apfelbaum. Keine Mails, keine Deadlines, kein „Muss“ und kein „Schnell“, Die Sonne brennt heiß und die Augen werden hell. Ich schau meine Liebsten an, ganz ohne Zeitnot, Heute gibt’s Leben statt nur das tägliche Brot. Outro Mal an mich denken... (nur für einen Moment) Mal an uns denken... (bevor das Feuer verbrennt) Wir müssen lernen, wieder stillzusteh'n.
Tags
blues-reggae, rauhe stimme, old men, Duett, melancholisch
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No
2/10/2026