[Strophe 1]
Ich wach auf in 'nem Raum ohne Fenster, ohne Tür,
mein Kopf ist ein Gefängnis, die Gedanken schrei’n nach mir.
Die Stille ist laut, sie zieht mich in sich rein,
und mein Herz schlägt nur noch weiter, weil es muss – nicht weil ich’s mein.
(Ohhhhhhh..)
Ich greif zur kleinen Rettung, bunt verpackt in weißem Licht,
eine Pille gegen Dunkelheit – doch sie heilt mich nicht.
Sie schenkt mir kurz die Freiheit, wie ein Lächeln auf Zeit,
doch wenn der Rausch vergeht, bleibt da nur Leere und Leid.
[Refrain]
Happy Pills, mach mich taub, mach mich frei,
nur für 'nen Moment, bis ich wieder zerbrech dabei.
Flieg so hoch, doch der Boden ruft nach mir,
jedes Mal fall ich tiefer, jedes Mal ein Stück von mir.
Happy Pills – mein geheimer Komplott,
geben mir Frieden, doch rauben mir Gott.
Ich fühl mich lebendig, nur für Sekunden,
dann bin ich zurück… in den alten Wunden.
[Strophe 2]
Sie nennen’s „Hilfe“, doch es fühlt sich an wie Flucht,
ich such kein Glück, nur ein bisschen Ruhe in der Sucht.
Jeder Schluck wie ein Schwur, dass ich heute wieder fall,
und trotzdem greif ich hin – weil ich sonst gar nichts mehr hab.
Ich will atmen, will leben, will echt sein – verdammt,
doch was nützt Wahrheit, wenn sie in mir langsam brennt?
Diese Pille macht mich taub, nicht gesund –
aber ich nehm sie, denn das Schweigen ist sonst zu laut im Mund.
[Refrain]
Happy Pills, mach mich taub, mach mich frei,
nur für 'nen Moment, bis ich wieder zerbrech dabei.
Flieg so hoch, doch der Boden ruft nach mir,
jedes Mal fall ich tiefer, jedes Mal ein Stück von mir.
Happy Pills – mein geheimer Komplott,
geben mir Frieden, doch rauben mir Gott.
Ich fühl mich lebendig, nur für Sekunden,
dann bin ich zurück… in den alten Wunden.
[Strophe 3]
Ich seh mein Spiegelbild, doch erkenn mich nicht mehr,
nur ein Schatten meiner selbst – kalt, gebrochen, leer.
Sie fragen, wie’s mir geht – und ich sag „Alles okay“,
doch mein Blick verrät Geschichten, die kein Wort je versteht.
Ich schreib Gedichte auf Tablettenpackungen mit Blut,
jede Zeile ein Versuch, ein letzter Ruf nach Mut.
Doch die Wirkung verfliegt, und ich fall jedes Mal,
tiefer als zuvor – und das macht mich so fahl.
[Refrain – variiert]
Happy Pills, meine Lüge aus Licht,
sie retten mich kurz – doch verändern mich nicht.
Flieg so hoch, doch das ist nicht real,
der Fall ist mein Echo – schmerzhaft, brutal.
Happy Pills – wie Gift, das gut schmeckt,
doch tief in mir bleibt alles defekt.
Ich fühl mich lebendig, doch innerlich stumm,
und jeder neue Tag fühlt sich taub und dumm.
[Strophe 4]
Ich trag Narben in der Seele, nicht sichtbar für das Licht,
doch ich fühl sie jede Stunde – jede lügt, die davon spricht.
„Du musst stark sein“, sagen sie, „alles wird vergeh’n“ –
doch wie heilt Zeit, wenn die Uhr für mich still steht?
Diese Happy Pills sind Lügen in chemischer Gestalt,
sie geben mir den Frieden, den der Tag mir immer stahl.
Doch am Ende bleib ich’s selbst, der im Dunkeln hier steht,
und ich frag mich: Ist das Leben… oder nur ein falsches Gebet?