

Prompt / Lyrics
Ich war ein Kind in einem Haus ohne Sprache Meine Mutter verstand mich, doch nicht diese Weltlage Briefe vom Amt wie verschlossene Türen Ich musste schon früh für zwei Leben funktionieren Mein Vater ging leise, kein Abschied, kein Wort Ein leerer Platz am Tisch, seitdem mein ständiger Ort Ich fragte mich oft: War ich nicht genug? Wenn dein eigener Vater dich nicht halten kann, tut das tief im Blut In der Schule war ich Ziel, kein Mensch Lachen hinterm Rücken, jeder Blick wie ein Brennglas brennt Mobbing war Alltag, Angst war mein Freund Ich lernte zu verschwinden, damit man mich nicht meint Ich kam nach Hause mit einem Kopf voller Krieg Kein Ort zum Reden, nur Stille, die siegt Ich schlief mit Gedanken, die mich auffraßen Und wachte auf mit dem Wunsch, nicht da zu sein, um zu atmen Sie sagen „reiß dich zusammen“, doch wissen nicht wie Wenn dein Kopf jeden Tag gegen dich zieht Depression fühlt sich nicht an wie Traurigkeit Eher wie Leere, die schreit, ohne Laut, jederzeit Ich hab mit dem Tod geredet, nachts im Stillen Nicht weil ich sterben wollt, sondern weil ich Ruhe will Weil ich müde war vom Kämpfen, vom Starksein, vom Tun Wenn keiner dich sieht, wozu noch ruh’n? Angst läuft neben mir wie ein Schatten Selbst Glück macht mir Sorgen, ich kann ihm nicht trauen Ich bin allein groß geworden, allein geblieben Zu früh erwachsen, zu spät geliebt worden, um es zu lieben Meine Mutter kämpfte, doch war selbst verloren Zwischen Sprachen, Systemen, jeden Tag neu geboren Ich war Übersetzer, Beschützer, der Kleine, der Große Kein Platz für mein Kindsein, nur Pflichten und Drohkulisse Ich bin nicht kaputt, aber schwer beschädigt Und ja, mein Kopf ist krank, doch er hat mich gerettet Denn trotz allem atme ich noch hier Vielleicht nicht heil, aber noch immer mir Wenn du das hörst und dich wiedererkennst Dann weißt du jetzt: Du bist nicht falsch, du bist verletzt Man kann allein aufwachsen und trotzdem besteh’n Auch wenn manche Narben nie ganz vergehn
Tags
Drama arabic, male
2:29
No
1/17/2026