Volle Breitseite
(Intro)
[Rückkopplungspfeifen – Ein markerschütternder Schrei – "EINS-ZWEI-DREI-VIER!" – Schlagzeug-Explosion – Gitarren-Gewitter]
(Part 1)
Du stehst am Tresen und du hältst dich für den Größten hier, mit deinem teuren Anzug und dem alkoholfreien Bier. Du redest über Aktien und dein neues Tesla-Modell, doch ehrlich gesagt, mein Freund, du nervst uns alle ziemlich schnell. Dein Lächeln ist aus Plastik und dein Herz ist aus Beton, du bist der Prototyp der Langeweile, die Endstation. Du willst die Welt verbessern, doch du kennst nicht mal deinen Nachbarn, du bist nur einer von diesen selbsternannten Supermachern. Dein Zeigefinger zittert schon vor lauter Moralität, während sich das Karussell der Dummheit immer weiter dreht. Es wird Zeit, dass mal jemand den Stecker aus der Dose zieht, bevor hier noch jemand vor lauter Mitleid in die Knie geht. Wir brauchen keinen Filter und wir brauchen keinen Rat, wir brauchen heute Abend nur eine richtig fette Tat. Pack deinen Stolz beiseite und mach Platz an der Bar, für uns ist heute alles außer der Vernunft total klar.
(Part 2)
Das Fernsehen läuft auf Dauerschleife, alle schauen hin, doch keiner findet in dem ganzen Müll noch einen Sinn. Die Influencer lächeln in die Kamera für einen Klick, und wir fressen die Scheiße und werden dabei langsam dick. Es wird Zeit für ein Gewitter, das die Luft mal wieder klärt, ein bisschen echter Wahnsinn hat noch niemals jemandem verwehrt. Pack deine Koffer, nimm dein Ego und verschwinde leise, wir machen jetzt Musik auf unsere ganz bescheidene Weise. Wer braucht schon Harmonie, wenn man Dissonanz genießen kann? Wir fangen heute Abend mal mit dem ganz großen Abriss an. Es gibt kein Zurück mehr, die Sicherung ist längst verbrannt, wir jagen diesen Rhythmus jetzt gemeinsam gegen die Wand. Spürst du wie der Boden unter deinen Füßen nachgibt? Das ist die Freiheit, die man nur im freien Fall so liebt.
(Part 3)
Und jetzt gibt es volle Breitseite, mitten in den Schrott! Wir brauchen keinen Filter und wir brauchen keinen Gott. Einfach mitten in die Fresse, ohne Punkt und ohne Komma, das knallt sogar noch heftiger als das Gebiss von deiner Oma! Volle Breitseite, der Verstand macht heute blau, wir feiern den Ruin und die ganze große Schau. Es ist laut, es ist dreckig, es ist alles was wir sind, wir reiten auf der Welle und wir spucken in den Wind. Wer nicht mit uns springt, der bleibt eben unten liegen, wir werden heute Abend über die Schwerkraft einfach siegen. Ein letzter Akkord, der die ganze Welt erschüttert, bevor das Schicksal uns wie kleine Streuner einfach füttert. Das ist das Ende, der Vorhang fällt mit viel Getöse, wir sind nicht artig, wir sind einfach nur das Schöne Böse!