EISENHERZ
(Intro)
Ein schwerer, mechanischer Rhythmus beginnt. Es klingt wie ein riesiger Hammer, der im Takt auf Ambossstahl schlägt. Kaltes Metall auf kaltem Grund. Eine tiefe, verzerrte Gitarre setzt ein, die Riffs sind kurz, abgehackt und klingen wie eine Maschine, die zum Leben erwacht. Der Bass ist so tief, dass man ihn im Brustkorb spürt. Keine Melodie, nur rohe Gewalt und purer Rhythmus. Ein Feuerstoß im Hintergrund. Der Atem wird schwer. Die Spannung steigt ins Unermessliche, bis die erste Strophe wie ein Befehl durch den Raum schneidet. Alles erzittert.
(Verse 1)
Tief im Schacht, wo das Licht niemals brennt. Ein Herz aus Stahl, das keinen Schmerz mehr kennt. Wir graben tiefer in den kalten Schlot. Ein Leben zwischen Schwarz und Abendrot. Die Muskeln brennen, der Schweiß wird zu Glas. Wir fressen Staub und wir hassen den Spaß. Ein jeder Schlag ist ein Schwur an die Nacht. Wir haben das Feuer zur Erde gebracht. Seht unsere Hände, sie sind voller Ruß. Ein stummes Gebet und ein eiserner Gruß. Die Ketten rasseln im Takt der Geduld. Wir tragen die Last und wir tragen die Schuld. Kein Weg führt zurück in die weiche Welt. Wir sind der Amboss, auf den der Hammer fällt.
(Hook)
EISENHERZ – In der Brust schlägt der Takt! EISENHERZ – Aus der Kälte gemacht! Wir stehen fest, wenn die Erde zerbricht. Wir suchen den Schatten und hassen das Licht. EISENHERZ – Eine Ewigkeit aus Stein! EISENHERZ – Wir werden niemals allein sein!
(Verse 2)
Der Schornstein raucht und der Himmel wird grau. Wir bauen den Dom aus massivem Verbau. Kein Wort ist zu viel, kein Blick ist zu weich. Wir sind die Herrscher im rostigen Reich. Das Zahnrad dreht sich, es macht niemals halt. Wir sind die Hitze und wir sind das Kalt. Wer uns stoppen will, wird zu Asche und Wind. Weil wir die Söhne des Metalls doch sind. Ein Turm aus Eisen, der bis zu den Sternen reicht. Hier gibt es nichts, was dem Schicksal noch weicht. Der Puls ist der Motor, das Blut ist das Öl. Ein gewaltiges Beben, ein tiefes Gebrüll. Wir schmieden die Zukunft mit brennender Hand. Ein Monument für das vergessene Land.
(Bridge)
Die Musik wird langsamer, fast feierlich. Ein tiefer Männerchor setzt ein, der ohne Worte singt, nur ein dunkles Summen, das wie aus einer Kathedrale klingt. Dann explodiert das Schlagzeug mit doppelter Kraft. Ein Solo aus Rückkopplungen und purer Energie bricht über alles herein.
(Hook)
EISENHERZ – In der Brust schlägt der Takt! EISENHERZ – Aus der Kälte gemacht! Wir stehen fest, wenn die Erde zerbricht. Wir suchen den Schatten und hassen das Licht. EISENHERZ – Eine Ewigkeit aus Stein! EISENHERZ – Wir werden niemals allein sein!
(Outro)
Die Riffs werden immer langsamer und schwerer, als würde die Maschine langsam auslaufen. Ein letzter, gewaltiger Schlag auf das Metall. Ein Zischen von heißem Dampf entweicht in die Stille. Dann bleibt nur noch das ferne Läuten einer Glocke übrig. Dunkelheit.