[Intro]
Blaulicht flackert
Beton frisst Blut
Eine Mutter hält
Nur noch Stoff, kein Fleisch, kein Mut
[Verse 1]
Sieh das Krankenhaus, volle Flure
Kinderlungen, kalte Fieberkurve
Priester sagt, es gibt nen Plan
Doch er zuckt, wenn ich ihn frag:
„Erklär mir mal den kleinen Sarg
in der dritten Reihe, schwarz lackiert
War das Liebe? War das Gnade?
Oder nur nen Kosmos, der kapiert, dass nix passiert?“
[Chorus]
Wo bist du, wenn die Sirenen heulen?
Götter schweigen, Kinder schreien
Dein Himmel bleibt verriegelt, verriegelt
Und hier unten frisst das Elend unsere Zeit
Wo bist du, wenn wir langsam zerfallen?
Goldne Thron, doch rostige Krallen
Dein Schweigen bleibt gespiegelt, gespiegelt
In jedem Schrei, der ungehört verweht
[Verse 2]
Rap in den Straßenschluchten, kalter Atem
Jeder Block betet anders, gleiche Narben
Krieg im Feed, brennende Felder
Hashtags fliegen, doch wer hält die Wächter?
Prophet im Stream, redet von Prüfung
Sagt: „Irgendwann kommt große Erlösung“
Doch sag mir, was ist das für ein Richter
Der Kinder testet wie kaputte Lichter?
Alle knien, doch nichts ändert sich
Nur die Namen auf dem Stein wechseln sich
Wenn du allmächtig bist, warum schläfst du dann?
Oder bist du nur ’ne Story, die man glauben kann?
[Chorus]
Wo bist du, wenn die Sirenen heulen?
Götter schweigen, Kinder schreien
Dein Himmel bleibt verriegelt, verriegelt
Und hier unten frisst das Elend unsere Zeit
Wo bist du, wenn wir langsam zerfallen?
Goldne Thron, doch rostige Krallen
Dein Schweigen bleibt gespiegelt, gespiegelt
In jedem Schrei, der ungehört verweht
[Bridge]
[flüsternd] Sag mir, wer vergibt hier wem?
Wenn das Elend wie ne Flut durch jede Grenze geht
[screamed] Ich will Antworten, kein Alibi
Kein „später“, kein „irgendwie“
Wenn du zuschaust, wie wir untergehen
Bist du dann frei – oder Teil vom System?
[guttural] Ich treff Entscheidungen, trag die Narben
Lerne lieben, während andre vernarben
Wenn ein Mensch in Trümmern trotzdem teilt
Ist das mehr als alles, was dein Thron je zeigt
[Chorus]
[Chorus]