Mit sechzehn malte ich mir Bilder
von Ringen, Haus und Kinderlachen,
von einem Mann, der für mich bleibt
und einem Leben ohne Fragen.
Man sagte mir: Mit 21
stehst du fest im Licht der Welt,
doch ich steh hier zwischen gestern
und dem Traum, der mir gefällt.
Ich bin nicht mehr das kleine Mädchen,
das an für immer noch geglaubt,
doch auch noch nicht die Frau,
die weiß, wohin ihr Herz jetzt schaut.
Ich bin irgendwo dazwischen,
zwischen Hoffnung und Verzicht,
zwischen dem, was ich mal wollte
und dem, was heute zu mir spricht.
Denn ich leb jetzt in dem Chaos
zwischen gestern und dem Jetzt,
zwischen Nähe und dem Alleinsein,
zwischen weich sein und verletzt.
Ich hab gelernt, mich selbst zu halten,
auch wenn Liebe manchmal fehlt,
denn mein Herz schlägt jetzt für Freiheit
und für das, was mir gefällt.
Ich bin glücklich ohne Hände,
die mich fest an gestern binden,
doch die Träume aus der Jugend
kann ich noch in mir drin finden.
Früher sah ich mich als Mutter,
mit der Welt in meinen Armen,
heute seh ich mich im Spiegel
und seh Stärke in den Narben.
Vielleicht bin ich nicht für Märchen
mit Prinz und weißem Kleid,
vielleicht bin ich nur für Wege
ohne Angst vor Einsamkeit.
Alle sagen: Du bist perfekt,
so eine wünscht sich jeder Mann,
doch wenn ich ehrlich zu mir bin fang ich mich lieber selber an
Ich will Liebe, keine Ketten,
keinen Plan, der mich verliert,
will mein Herz nicht mehr verschenken
an ein Bild, das nicht existiert.
Man nennt mich kalt und herzlos,
doch sie kennen nur mein Schweigen,
nicht die Wege, die ich ging,
nicht die Tränen in den Zeilen.
Ich hab geliebt mit offnen Armen,
hab nur Winter dafür gekriegt,
also lernte ich zu bleiben,
wenn mein Herz nach Flucht jetzt schrie.
Ich hab gelernt, allein zu stehen,
nicht aus Stolz, sondern aus Mut,
denn manchmal heilt man leise,
wenn man sich selbst genug tut.
Die Träume aus der Jugend
sind nicht tot, nur anders heut,
sie sind nicht mehr aus Versprechen,
sondern aus Selbstsicherheit.
Ich bin nicht da, wo ich mal wollte,
doch ich bin genau bei mir
zwischen Chaos und dem Frieden
steh ich endlich hier.