Vers 1
Ich hab mein Leben lang nur gearbeitet,
hab so viel gegeben, viel zu viel verloren.
Hab Menschen vertraut, die mich fallen ließen,
doch ich stand wieder auf – wie immer,
hab neu begonnen, obwohl ich kaum noch konnte.
Und neben mir…
stand sie.
Meine Frau.
Allein im Haus,
allein mit den Kindern,
während ich wieder irgendwo war,
für Geld, für das Leben –
für etwas, das ich selbst kaum gespürt hab.
Vers 2
Dann kam die Selbstständigkeit,
und die Tage wurden länger,
die Nächte kürzer,
und mein Platz Zuhause immer kleiner.
Ich dachte, es lohnt sich… irgendwann.
Doch die Jahre liefen schneller,
als ich verstanden hab,
was ich alles verpasst hab.
Und heute…
lieg ich morgens da,
und der Körper sagt nein,
der Kopf sagt nein,
und ich frag mich:
Wie soll ich noch aufstehen?
Refrain (sehr traurig, resigniert)
Sag mir…
war das der Weg, den ich gehen sollte?
War es das wert,
dass ich so viel nicht erlebt hab?
Meine Frau, die so oft alleine war,
die Kinder, die ohne mich groß geworden sind…
War es das wert?
Oder hab ich am Leben vorbeigearbeitet?
Und was bleibt jetzt noch übrig…
von mir?
Vers 3
Ich nehme mir viel vor,
aber schaffe so wenig.
Fühle mich leer,
als wäre irgendwas in mir gebrochen.
Verlorene Freunde,
verpasste Zeiten,
verschwiegene Träume –
alles liegt irgendwo hinten im Schatten.
Und manchmal sitz ich einfach da
und frag mich leise:
Soll ich noch weitermachen?
Oder ist das der Moment,
wo ich stehenbleibe
und endlich zu mir zurückfinde?
Refrain (noch trauriger, weicher)
Sag mir…
hat sich das alles gelohnt?
Das Rennen, das Kämpfen,
das Hoffen, das Fallen,
das Weitergehen ohne Kraft?
Ich wollte doch nur,
dass es uns gut geht.
Und jetzt frag ich mich…
für wen ich eigentlich gekämpft hab.
Für alle –
außer für mich.
Outro (sehr leise, gebrochen)
Und ich weiß nicht,
ob es richtig war.
Ich weiß nur,
dass ich müde bin.
Und dass es weh tut,
wenn man merkt,
wie viel man verpasst hat,
während man versucht hat,
alles richtig zu machen.