Intro
Drei Uhr nachts, Zimmer still
Gedanken laut wie Sirenen
Ich such nach mir im Spiegel
doch seh nur Risse im System
Strophe 1
Ich leb im Extrem, keine Mitte, nur Kanten
Liebe wird Sturm, Nähe wird Flucht
Heute fühl ich alles gleichzeitig
morgen wieder gar nichts mehr
Manie wie ein falscher Sonnenaufgang
zu hell, zu schnell, zu laut
Ich renn durch Nächte ohne Bremse
bis der Morgen mich ausbrennt
Pre‑Hook
Strategien liegen irgendwo im Staub
zwischen Tabletten, Rauch und leeren Flaschen
Ich weiß noch, wie sie klangen
doch nicht mehr, wie sie sich anfühlen
Hook
Zwischen Rausch und Leere
renn ich gegen mich selbst
Jede Nacht ein neues Chaos
jeder Morgen wieder still
Zu viel in meinem Kopf
zu wenig Halt im Herz
Ich such nach einem Gefühl
das nicht sofort zerfällt
Strophe 2
Polytoxische Tage, verschwommene Stunden
ich misch alles, nur um kurz zu vergessen
Wer ich war, wer ich bin
oder was noch von mir übrig ist
Manische Schritte über dünnes Eis
zu schnell für jeden Gedanken
Ich lache laut in dunklen Räumen
doch innen drin bleibt es kalt
Pre‑Hook
Und dieses Wort auf dem Papier
soll erklären, warum ich brenne
doch es beschreibt nur den Sturm
nicht den Menschen darin
Hook
Zwischen Rausch und Leere
renn ich gegen mich selbst
Jede Nacht ein neues Chaos
jeder Morgen wieder still
Zu viel in meinem Kopf
zu wenig Halt im Herz
Ich such nach einem Gefühl
das nicht sofort zerfällt
Bridge
Ich stoß Menschen weg aus Angst
dass sie zuerst verschwinden
Baue Mauern aus Impulsen
die ich selbst nicht mehr versteh
Und irgendwo tief unter dem Lärm
liegt eine Stimme, leise
die fragt, ob hinter all dem
noch irgendwas von mir bleibt
Outro
Die Nacht wird wieder länger
der Kopf wird wieder laut
und irgendwo zwischen Rausch und Leere
such ich nach mir selbst.