Ich hab deine Worte gehört,
wie sie nachts durch meine Stille ziehen,
und plötzlich ist alles wieder da,
was wir beide gelernt haben zu verdrängen.
Du sagst, du findest immer zurück zu mir,
als wäre da ein unsichtbarer Faden,
der uns festhält,
selbst wenn wir ihn längst losgelassen haben.
Und glaub mir—
ich kenne dieses Ziehen auch.
Dieses Flüstern in den Gedanken,
wenn die Welt kurz still wird
und dein Name sich noch immer
wie Zuhause anfühlt,
obwohl wir keins mehr sind.
Aber zwischen uns war nie nur Liebe,
da war auch dieses leise Brechen,
Tag für Tag ein bisschen mehr,
bis selbst schöne Erinnerungen
ein Gewicht bekommen haben.
Du siehst Hoffnung in meinem Blick,
doch vielleicht ist es nur Erinnerung,
die sich weigert zu verblassen.
Vielleicht sind wir nicht zwei Herzen,
die sich verlieren mussten—
sondern zwei,
die sich nicht mehr halten konnten,
ohne sich selbst zu zerreißen.
Ich habe gekämpft,
nicht nur für uns,
sondern auch gegen uns,
bis irgendwann nichts mehr übrig war
außer Müdigkeit.
Und ja…
wenn du vor mir stehst,
wird alles wieder laut,
zu laut für das,
was eigentlich still werden sollte.
Aber Liebe allein
war nie das Problem.
Es war das Timing,
die Wunden,
die wir uns gegenseitig
nicht mehr heilen konnten.
Du sagst, ein Teil von dir gehört mir noch.
Vielleicht stimmt das.
Vielleicht trägt man Menschen nicht aus dem Herzen,
nur aus dem Leben.
Doch Zugehörigkeit
heißt nicht immer Bleiben.
Manchmal heißt es auch:
Jemanden lieben
und ihn trotzdem gehen lassen,
weil Festhalten
nur noch mehr zerbricht.
Und wenn wir uns irgendwann wiedersehen,
älter, ruhiger,
vielleicht ohne dieses Ziehen in der Brust—
dann hoffe ich,
dass wir uns anschauen
ohne zu fallen.
Nicht als „was wäre gewesen“,
sondern als „es hat uns wirklich gegeben“.
Und vielleicht ist das genug.
Auch wenn es heute noch weh tut.