

Prompt / Lyrics
[Intro] Es fängt ganz leise an. Ein leises Surren im Hinterkopf. Die Kaffeemaschine ist die einzige Freundin, die noch zuhört. Wir dachten, wir wären die Motoren der Welt. Dabei sind wir nur die Schmierseife im Getriebe. Zünd die Lunte an. Es ist Zeit für den Kurzschluss. [Verse] Die Welt ist ein Käfig aus Stahl, Glas und Sichtbeton, Wir rennen im Hamsterrad für einen lächerlichen Finderlohn. Der Wecker ist ein Fallbeil, das den Traum gnadenlos trennt, Wir sind die Hochleistungsklasse, die im Dauerlauf flennt. Hinter Masken aus Make-up und falschem Grinsen versteckt, Haben wir den Dreck unter den Teppich der Karriere geleckt. Die Gesichter sind Bildschirme, flackernd und leer, Das Atmen ist Akkordarbeit, die Lunge wiegt schwer. Wir jagen nach Boni, nach dem flüchtigen Glanz der Zahlen, Während wir uns im Treppenhaus mit Panikattacken bezahlen. Doch blicken wir einmal nur kurz in den Rückspiegel der Zeit, Sehen wir nur Burnout-Wracks in einer Schlange voll Neid. Scherben von Hobbys, Scherben von Liebe und Glück, Vom Ego bleibt nur ein verkohltes, wertloses Stück. Verloren in Zeitzonen, Meetings und Schichtdiensten, Wir sind die Ersten am Ziel, doch wir gehören zu den Mindesten. [Chorus] Wir sind die Dauerbrenner, doch die Lunte ist verglüht, Ein inneres Feuer, das sich am eigenen Mark bemüht. Wir stehen unter Strom, bis die Sicherung endlich flieht, Weil man im grellen Neonlicht die Schatten nicht mehr sieht. Wir sind die Dauerbrenner, wir glühen einsam in der Nacht, Haben uns als Lichtgestalten selbst um die Ruhe gebracht. Zwischen Trümmern und Deadlines, ein einsamer Pfad, Wir drehen am Rad, bis wir ausgedient haben im Staat. Kein Funke mehr übrig, nur noch Asche im Wind, Wir sind die Geister, die an ihrer eigenen Gier erblind’t. [Verse] Jeder Funke im Kopf ist ein Kurzschluss aus purem Schmerz, Ein brennender Dorn, ein Infarkt direkt in das Herz. Wir greifen nach Titeln, die auf Visitenkarten verrotten, Während uns die Jüngeren im Nacken bereits verspotten. Die Seele ist ein Akku mit einem tiefen Defekt, Der Ladestand ist kritisch, im tiefroten Bereich versteckt. Ein Zeichen zu finden, ein Sinn im endlosen Chaos der Mails, Doch wir sind nur Passagiere auf entgleisten Rails. Der Abgrund ist ein Outlook-Ordner, tief und schwarz, Wir kleben fest im System wie Insekten im Harz. Wir tanzen auf Rasierklingen, spielen mit dem Burnout-Brand, Haben den Karren mit Vollgas gegen die Betonwand gesandt. Keine Tränen mehr übrig, die Tränendrüsen sind staubtrocken, Wir hören die Kirchenglocken, die uns zur Endstation locken. Ins kühle Dunkel, weg von der Cloud und dem Licht, Wir schließen die Akte, denn mehr Gewicht tragen wir nicht. [Bridge] Überstunden... Leistungsdruck... Wir sind systemrelevant, bis das System uns schluckt! Wir sind die Brennelemente im Reaktor der Gier, Wir schmelzen dahin, doch wen kümmert das hier? Die Sicherung schmort!.... Das Kabel brennt durch!.... Vom „High-Performer“ zum Pflegefall in einer Nacht, Wer hätte gedacht, dass das Licht so viel Dunkelheit macht? Wir sind am Ende der Leitung. Kein Signal. Kein Empfang. Nur noch das Rauschen. Das große, schwarze Rauschen. [Chorus] Wir sind die Dauerbrenner, doch die Lunte ist verglüht, Ein inneres Feuer, das sich am eigenen Mark bemüht. Wir stehen unter Strom, bis die Sicherung endlich flieht, Weil man im grellen Neonlicht die Schatten nicht mehr sieht. Wir sind die Dauerbrenner, wir glühen einsam in der Nacht, Haben uns als Lichtgestalten selbst um die Ruhe gebracht. Zwischen Trümmern und Deadlines, ein einsamer Pfad, Wir drehen am Rad, bis wir ausgedient haben im Staat. [Verse] Man sagt uns, wir seien ersetzbar, ein Zahnrad im Getriebe, Doch wo bleibt in der Bilanz der Rest unserer Liebe? Wir opfern die Jugend für ein Büro mit Aussicht auf Grau, Und verkaufen unser Rückgrat für eine bittere Schau. Die Kaffeetasse ist leer, genau wie der Blick in den Spiegel, Auf unserer Psyche klebt ein „Ausschuss“-Siegel. Wir sind die Generation, die im Sitzen krepiert, Die ihren Namen vergisst, aber die Kennzahlen auswendig zitiert. Wir sind die Heizkörper der Wirtschaft, wir heizen den Saal, Doch wenn wir kalt werden, ist das dem Chef ganz egal. Ein Klick, eine Mail, eine kurze Notiz: „Die Stelle ist frei“ – das ist der letzte, dreckige Witz. Wir wandeln als Zombies durch sterile, helle Flure, Wir sind die Opfer einer gnadenlosen Leistungskultur-Kur. [Outro] System herunterfahren. Möchten Sie alle Änderungen speichern? Nein. Löschen. Alles löschen.... Die Festplatte ist leer..... Die Hitze lässt nach..... Es wird endlich kühl.... Es wird endlich... still.... Feierabend. Für immer.
Tags
male, rap, deep, darkwave, hip hop, melancholisch,melodramatisch, klavier, Engel, bournout
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2/5/2026